Eine offene Jagdzeit bedeutet nicht automatisch, dass jede Jagd zu jeder Tageszeit erlaubt ist. Entscheidend sind die Wildart, das Bundesland und die konkrete Situation im Revier. Für 2026 gibt es daher keine pauschale Erlaubnis für alle Tiere und Stunden.
Ich bin Peter aus dem Redaktionsteam von hook-magazin.de. In diesem Überblick ordne ich die bundesweiten Regeln ein und zeige, wo Landesvorschriften abweichen können. Die Übersicht zu den Jagdzeiten wurde zuletzt am 1. September 2026 geprüft.
Als Beispiel gilt für Rehwild je nach Alters- und Geschlechtsklasse eine Jagdzeit vom 1. Mai bis zum 28. Februar. Landesregeln können solche Zeiträume verändern. Auch die Schonzeiten sind wichtig: Sie schützen Wildtiere außerhalb der festgelegten Jagdzeit.
Die Tageszeit braucht eine eigene Prüfung. Eine offene Jagdzeit klärt nicht von selbst, ob die Jagd bei Nacht oder in der Dämmerung zulässig ist. Prüfe deshalb vor dem Gang ins Revier die aktuellen Vorschriften deines Bundeslands.
Auch Bewegungsjagden folgen je nach Land eigenen Regeln. Hier findest du den Unterschied zwischen Treibjagd und Drückjagd. So kannst du die passende Regel für deine Situation besser einordnen.
Wann dürfen Jäger jagen Uhrzeit: Welche Regeln gelten 2026?
Die Antwort hängt von Tierart, Bundesland und Situation ab. Jagdzeiten legen den zulässigen Zeitraum fest. Für die Tageszeit gelten teils eigene Regeln. Ein Blick auf den Kalender reicht daher nicht.
Jagdzeit und Schonzeit: Was der Unterschied bedeutet
Nach § 22 Abs. 1 Bundesjagdgesetz sind Wildtiere außerhalb ihrer Jagdzeiten grundsätzlich zu verschonen. Schonzeiten dienen ihrem Schutz. Bei unterschiedlichen Jagdzeiten können Art und Altersklasse entscheidend sein. Auch Elterntiere und Jungtiere brauchen besondere Beachtung.
Uhrzeit, Dämmerung und Nachtjagd
Eine bundesweit einheitliche Uhrzeit gibt es nicht. In Baden-Württemberg ist die Nachtjagd auf Schalenwild und Federwild untersagt, auch wenn eine Jagdzeit besteht.
In Nordrhein-Westfalen gilt für Kormorane vom 16. August bis 1. März ein Fenster von 90 Minuten vor Sonnenaufgang bis 90 Minuten nach Sonnenuntergang. Für Jungkormorane gelten vom 2. März bis 15. August die Zeiten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Prüfe vor der Jagd die aktuelle Landesverordnung.
| Beispiel | Zeitraum | Zulässige Tageszeit |
|---|---|---|
| Kormorane in NRW | 16. August bis 1. März | 90 Minuten vor Sonnenaufgang bis 90 Minuten nach Sonnenuntergang |
| Jungkormorane in NRW | 2. März bis 15. August | Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang |
Welche Gesetze und Landesregeln bestimmen die Jagd?
Wer die Rechtsgrundlage kennt, kann die passende Vorschrift vor Ort besser einordnen. Maßgeblich sind Bundesrecht und ergänzende Landesregeln.
Bundesjagdgesetz und Jagdzeitenverordnung
Das Bundesjagdgesetz bildet zusammen mit der Verordnung über die Jagdzeiten den bundesweiten Rahmen. § 22 regelt Jagdzeiten und Schonzeiten; § 1 Abs. 2 nennt den Schutz und die Pflege des Wildes als Grundsatz.
„Die Länder können die Jagdzeiten abkürzen oder aufheben.“
Warum Landesvorschriften entscheidend sein können
Landesregelungen können strengere Vorgaben setzen. In Baden-Württemberg stehen die konkreten Jagdzeiten in der DVO JWMG. Prüfe daher Gesetze, Ausnahmen und unterschiedliche Jagdzeiten direkt für dein Bundesland. Auch Regeln zu Kormoranen zeigen, dass Art und Ort zählen.
Die rechtlichen und ethischen Fragen rund um können zusätzlich wichtig sein.
Begriffe wie technische Speicherung und Zugriff zu statistischen Zwecken oder ein rechtmäßiger Zweck betreffen meist Daten auf einer Website. Sie ändern weder Jagdrecht noch Schonzeiten; Nutzer-Zugriff und Datenspeicherung dienen anderen Zwecken.
| Regelung | Geltungsbereich | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| Bundesjagdgesetz | Bundesweit | Grundsätze und § 22 |
| Jagdzeitenverordnung | Bundesweit, soweit anwendbar | Artbezogene Jagdzeiten |
| Landesrecht, etwa DVO JWMG | Im jeweiligen Bundesland | Abweichungen und örtliche Ausnahmen |
Jagdzeiten im Überblick: Beispiele für Rehwild und Schwarzwild
Die folgenden Termine sind bundesweite Vergleichswerte. Landesrecht kann sie ändern oder verkürzen. Gleiche deshalb die aktuellen Regelungen für dein Revier ab. Unterschiedliche Jagdzeiten richten sich oft nach Tierart, Geschlecht und Alter.
Rehbock, Ricke und Jungtiere: Termine im Vergleich
Die Tabelle ordnet die bundesweiten Jagdzeiten nach Klasse. Außerhalb der genannten Spannen greifen grundsätzlich Schonzeiten.
| Rehwildklasse | Bundesweiter Zeitraum |
|---|---|
| Rehbock | 1. Mai bis 15. Oktober |
| Ricke | 1. September bis 31. Januar |
| Rehkitz | 1. September bis 28. Februar |
| Schmalreh | 1. Mai bis 31. Januar |
Schwarzwild: lange Jagdzeit, klare Grenzen
Bundesweit reicht die Jagdzeit für Frischlinge und Überläufer vom 1. Januar bis 31. Dezember. Für Bachen und Keiler gilt der Zeitraum vom 16. Juni bis 31. Januar. Diese Angaben ersetzen keine Prüfung der Landesvorschriften.
- In Nordrhein-Westfalen nennt eine Sonderregelung eine ganzjährige Möglichkeit bis zum 31. Januar 2028.
- Der Schutz führender Bachen mit Frischlingen unter 25 kg bleibt bestehen. Bestimme Alter und Geschlecht sicher, bevor du handelst.
Auch bei Wildschweinen gilt: Eine offene Jagdzeit hebt den Schutz von Elterntieren nicht auf.
Schonzeiten, Elterntierschutz und ganzjährig geschützte Arten
Schonzeiten geben Wildtieren Ruhe, wenn sie Nachwuchs bekommen und versorgen. So können Jungtiere heranwachsen und der Bestand bleibt stabil. Die Jagdzeiten allein zeigen daher nicht immer, welche Tiere im Revier unberührt bleiben müssen.
Warum Elterntiere während der Aufzucht geschützt sind
Jungtiere sind oft auf ihre Eltern angewiesen. Fehlt ein Elterntier, kann ihre Versorgung abbrechen. § 22 Abs. 1 Bundesjagdgesetz verlangt, Wild außerhalb der Jagdzeiten zu verschonen. Dieser Schutz gilt auch für führende Bachen beim Schwarzwild.
Für Luchs, Fischotter, Wisent, Elch, Wildkatze und Greifvögel gilt ganzjährige Schonzeit. Eine ganzjährige Jagdzeit für eine andere Art hebt den Schutz einzelner Tiere nicht automatisch auf. Prüfe deshalb die Art und Situation genau.
Ein Verstoß kann laut zugrunde gelegter Rechtsangabe eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren nach sich ziehen. Bei Fahrlässigkeit nennt sie bis zu ein Jahr. Begriffe wie technische Speicherung und Speicherung, Zugriff betreffen dagegen Website-Daten, nicht das Jagdrecht.
| Tierart oder Gruppe | Schonzeit | Wichtiger Hinweis |
|---|---|---|
| Luchs, Fischotter, Wisent, Elch und Wildkatze | Ganzjährig | Besonders geschützte Arten |
| Greifvögel | Ganzjährig | Die genannten Arten bleiben geschützt |
| Schwarzwild | Art und Situation beachten | Führende Bachen und Jungtiere brauchen Schutz |
Was du vor der Jagd im Revier prüfen solltest
Ein sicherer Plan beginnt mit den Regeln, die genau für dein Revier gelten. Bundesweite Jagdzeiten sind nur der Ausgangspunkt. Landesrecht und lokale Ausnahmen können sie verändern.
Landesrecht und Ausnahmen vor Ort abgleichen
Prüfe die aktuelle Verordnung, die Jagdzeit der Tierart und die zulässige Tageszeit. Achte auch auf Schonzeiten und den Schutz der Elterntiere. Für manche Arten gilt ganzjährige Schonzeit.
- In Baden-Württemberg gilt laut Quelle eine allgemeine Schonzeit vom 16. Februar bis 15. April. Für Schwarzwild bestehen bestimmte Ausnahmen.
- In NRW reicht die Sonderregel für Schwarzwild bis zum 31. Januar 2028. Der Schutz führender Elterntiere bleibt bestehen.
- Für Kormorane nennt NRW vom 16. August bis 1. März ein Zeitfenster bis 90 Minuten nach Sonnenuntergang.
Ein Verstoß kann teuer werden: Bei einer Bejagung während der Schonzeit nennt die Quelle ein mögliches Bußgeld bis 5.000 Euro. Schwere Fälle können strafrechtliche Folgen haben, darunter eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren; bei Fahrlässigkeit bis zu einem Jahr. Prüfe die verbindlichen Regelungen für dein Bundesland, bevor du aufbrichst.
| Prüfpunkt | Beispiel | Dein nächster Schritt |
|---|---|---|
| Jagdzeiten und Schonzeiten | Art und Zeitraum | Aktuelle Landesverordnung lesen |
| Ausnahmen und Tageszeit | NRW: Kormorane | Revierregeln abgleichen |
| Elterntierschutz | Führende Tiere | Im Zweifel nicht handeln |
Fazit
Für 2026 gilt: Prüfe vor jeder Jagd die Jagdzeiten für die konkrete Tierart und dein Bundesland. Landesregeln können die bundesweiten Zeiträume ändern.
Rehwild zeigt, wie stark Termine abweichen: Für Böcke beginnt die Jagdzeit am 1. Mai, für Ricken am 1. September. Beachte auch die Schonzeiten.
Eine ganzjährige Jagdzeit für bestimmte Schwarzwildklassen hebt den Schutz führender Bachen nicht auf. Jäger müssen Elterntiere und abhängige Wildtiere besonders berücksichtigen. Prüfe zudem die Tageszeit: Baden-Württemberg schließt die Nachtjagd auf Schalenwild und Federwild aus. NRW nennt für Kormorane eigene Zeitfenster.
Verlasse dich nicht allein auf allgemeine Tabellen. Gleiche Landesverordnung, lokale Ausnahmen und Revierregeln ab. So beachtest du Jagdregeln und Schonzeiten vor Ort.
Die Website-Begriffe „technische Speicherung“, „Speicherung Zugriff“ und „technische Speicherung Zugriff“ betreffen Daten, nicht das Jagdrecht. Ihr Zweck und ein möglicher Zugriff ändern keine Vorschriften.
